Tipps für stressfreie Festtage

Die Zeit „zwischen den Jahren“ gemeinsam planen
Psychologe Dirk Crone gibt Tipps für stressfreie Festtage

Herborn: Alle Jahre wieder kommt es gerade in der besinnlichen Weihnachtszeit zu Spannungen in den Familien. Für den Psychologen Dirk Crone von der Evangelischen Beratungsstelle Herborn ist das nicht verwunderlich: „Die Weihnachtszeit ist bis zum Jahreswechsel eine besonders erlebte Zeit. Stark überzogene Erwartungen nach Harmonie und Friedlichkeit führen unweigerlich zu Konflikten, zudem ist die Pause vom Alltag auch eine ungewohnte Situation, die das Miteinander von Paaren und Familienangehörigen negativ beeinflussen kann“, erklärt der Leiter der Beratungsstelle. Er rät, zu mehr Gelassenheit und empfiehlt Paaren oder Eltern diese gemeinsam verlebte Zeit „zwischen den Jahren“ auch bewusst gemeinsam zu planen.

„Wichtig ist es, auf die unterschiedlichen Bedürfnisse in der Familie zu achten“, sagt der Psychologe, „es sollte beispielsweise an Weihnachten gemeinsame Zeitfenster geben, aber darüber hinaus braucht jeder auch seinen individuellen Freiraum. Ist das Weihnachtsessen mit Oma, Opa oder Tante für den Sprössling nur zeitbegrenzt erträglich, sollten die Eltern beispielsweise dem Kind den Rückzug ins Kinderzimmer erlauben. Diese Freiräume lassen die obligatorischen Besuchsorgien für alle erträglicher werden“, sagt Dirk Crone. „Wenn alle sehr dicht und über mehrere Tage beieinander sind, werden die sehr unterschiedlichen Vorstellungen der einzelnen Familienangehörigen indirekt deutlich. Bei unausgesprochenen Wünschen ist ein Reibungskonflikt fast vorprogrammiert. Besser ist es, zuvor zu sagen, was sie in der Weihnachtszeit vorhaben und was sie in dieser Zeit tun wollen oder gemeinsam tun könnten.“

Meist beginnt der Stress ja schon vor Weihnachten mit dem Geschenke-Kauf: „Jeder möchte jedem eine Freude machen und jeder versucht, die vermuteten Wünsche des anderen zu erahnen. Das kann tatsächlich zu Stress führen.“, sagt Dirk Crone, „und hat man mühsam die Geschenke besorgt, dann sollen sich natürlich alle über alles freuen. Ist die Freude nicht so groß wie erhofft, führt dies zu einer Enttäuschung. Besser ist es, die Wünsche der Angehörigen und des Partners im Vorfeld zu erfragen. Nicht immer wünscht sich der Partner ein materielles Geschenk, Zeit zu haben für eine gemeinsame Unternehmung ist manchmal ein viel größeres Geschenk für Paare“.

Der Leiter der Evangelischen Beratungsstelle Herborn hat einen ganz privaten Tipp, wie der Weihnachtsstress abgebaut werden kann: „ In unserer Familie schenken wir uns wechselzeitig Zeit füreinander, aber auch Zeit für das Alleinsein“. So will der Psychologe mit seiner Frau und seiner Tochter an einem Weihnachtsfeiertag gemeinsam in die Sauna gehen. „Das hilft uns abzuspannen und tut einfach gut. Es braucht nicht gekocht zu werden und der Mittagskaffee entfällt. Abends liegen wir herrlich entspannt auf dem Sofa und es ist Lesen und Musikhören angesagt.“ Dieses Kraft holen mit der Familie ist dem Psychologen sehr wichtig.

Die Evangelische Beratungsstelle Herborn hat „zwischen den Jahren“ eine jeweils vierstündige Notbesetzung, die meist nur mal per Telefon in Anspruch genommen wird. „In den Paarberatungen ist die Weihnachtszeit entweder vorübergehend friedlich oder auch eine Zeit der verschärften Konflikte. Beides erfahren wir meist beim ersten Termin – dann im neuen Jahr“, sagt Dirk Crone. Die Beratung ist für Ratsuchende kostenlos, aber nicht kostenfrei. Die Beratungsstelle ist auf Spenden angewiesen und wird von der Stiftung FAMILIE LEBEN unterstützt. Das Spendenkonto lautet:
Ev. Regionalverwaltung Herborn-Biedenkopf, „Stiftung FAMILIE LEBEN“, Spendenkonto 11908, Volksbank Herborn-Eschenburg, BLZ 516 915 00.

Kontakt:
Evangelische Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche, Diplom-Psychologe Dirk Crone, Hauptstraße 2 – 4, 35745 Herborn, Telefon 0 27 72 / 40 4 67.


Foto: Becker-von Wolff

 

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