Schulstress macht Ferien kaputt

Pressemitteilung, Donnerstag den 24. Juli 2014

Wenn der Schulstress die Ferien kaputt macht

Beratungsstelle – Mit den Zeugnissen beginnt nicht für jeden Schüler eine Zeit der Entspannung

Dillenburg/Herborn (hjb). Sommer, Sonne, Ferienzeit - für viele Eltern und Kinder beginnt jetzt mit den Schulsommerferien eine Zeit der Entspannung: Abschalten vom Alltag, endlich mal keine Hausaufgaben, Freunde treffen, spielen oder einfach nur "chillen". Schön, wenn es so ist. Allerdings erleben manche Jugendlichen die anstehenden Sommerferien eher als Anspannung: „Die Angst vor den Zeugnissen und eine gefährdete Versetzung kann sie und ihre Familien belasten“, sagt Juliana Cunz, Diplom-Pädagogin und Beraterin der Evangelischen Beratungsstelle in Herborn. Sie sieht die Gefahr, dass mit dem Aufarbeiten des Lernstoff für die Nachprüfung wenig Zeit bleibt für Erholung und Freizeit. Sie warnt: „Das ist keine Hilfe, wenn das Thema Schule zum ständigen Familienthema in den Sommerferien wird. Die häusliche Atmosphäre darf die Beteiligten nicht noch weiter belasten, damit die Situationen für die Jugendlichen nicht ausweglos erscheint“.  Jugendliche, die mit den heutigen schulischen Leistungsanforderungen nicht klar kommen, verweigern eher den Schulbesuch und halten auch dem Druck und den Erwartungen durch die Familie nicht stand, erklärt die Diplom-Pädagogin. Hilfreich könnten Vereinbarungen über Lern-Zeiten und mögliche Auszeiten in der Familie sein.  

Seit geraumer Zeit stellt auch Jörg Moxter, der Leiter der Evangelischen Beratungsstelle Herborn eine steigende Anzahl von Anfragen fest: „Etliche verunsicherte Eltern und überforderte Kinder und Jugendliche suchen Unterstützung und Hilfe“, sagt Jörg Moxter. In vielen Fällen fühlten sich die betroffenen Jugendlichen auch vom Freundeskreis ausgegrenzt. Das Empfinden allein kann wiederum zu Hänseleien im Freundeskreis führen. „Immer mehr Schüler und Schülerinnen sind von Mobbing betroffen“, sagt Moxter, „Jugendliche berichten von einer zunehmenden Angst vor Isolation und sozialer Ausgrenzung - digitale soziale Netzwerke und mediale Einflüsse durch Computer und Smartphones eröffnen hier ein schier immer undurchsichtigeres Feld an Möglichkeiten“, sagt der psychologische Berater Jörg Moxter.

Die Evangelische Beratungsstelle Herborn möchte dazu beitragen, dass Eltern, Kinder und Jugendliche Hilfe erfahren, Situationen zu klären und Lösungswege zu finden: „Unsere Beratungen sind vertraulich, unterliegen der gesetzlichen Schweigepflicht, sind für alle offen und kostenfrei“, sagt Jörg Moxter, der Leiter der Beratungsstelle. Für Menschen in Krisensituationen bietet das Team eine wöchentliche offene Sprechstunde an, die für Erwachsene mittwochs von 9 bis 10 Uhr und für Jugendliche dienstags von 14 bis 15 Uhr stattfindet.

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